Bertradaburg
Ansicht Vogelperspektive
Ansicht
Grundriss

Bertradaburg

StandortMürlenbach
Bauherrprivat
Bauzeitin Planung
VerfahrenDirektauftrag

Die Erweiterung der Betradaburg vereint Max Dudlers Ansatz des Weiterbauens historischer Monumente mit den Ansprüchen zeitgenössischen Wohnens. Ein additiver Baukörper fügt sich als funktionaler wie gestalterischer Vermittler in den Bestand ein und verleiht der Burg erneut ihre verlorengegangene Einheit. Dabei zielt der Entwurf in Formgebung und Materialität auf eine Balance zwischen Harmonie und ablesbarem Kontrast. Der Neubau ist als eigenständiges Volumen mit abstrakter, skulpturaler Anmutung klar ablesbar und referenziert dabei die historische Typologie.

Mit konkav geschwungener Figur reagiert er auf die Formensprache der Burgrondelle und -türme, die er zeitgenössisch transformiert. Während Palas und Doppeltürme in ihrer äußeren Form vom Eingriff unberührt bleiben, schließt der Neubau wie selbstverständlich die zerstörte Südfassade der Burg. Das helle Ziegelmauerwerk verzahnt sich mit den alten Bruchsteinmauern der Burg. In seiner homogenen Wirkung kontrastiert der neue Baukörper dabei deutlich mit dem vielfältigen Wechselspiel von Farben und Formaten des Bestands. Im Innenraum treffen die alten weiß verputzten Wände des Palas auf zeitgenössischen Sichtbeton. Der Beton setzt das Motiv des abstrakten, skulpturalen Baukörpers auch im Innenraum fort.