Eisenbahnmuseum
Blick über die Gleise
Lang gestreckter Baukörper
Großformatige Fenster
Innenraum Turm
Innenraumperspektive
Grundriss und Schnitt

Eisenbahnmuseum

StandortDr-.C.-Otto-Straße 191, D-44879 Bochum
BauherrStadt Bochum
Bauzeitin Ausführung
BauvolumenBGF 820m²
VerfahrenWettbewerb 2015, 1. Preis

Das 1977 gegründete Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen ist eines der größten Museen seiner Art in Deutschland. Historische Schienenfahrzeuge und denkmalgeschützte Gebäude zeugen hier von der Historie des technischen Fortschritts. Dem Museum verschafft der Neubau eine klare Eingangssituation, die den Besucher in das weiträumige Außengelände leitet. Der eingeschossige Ziegelbau mit der turmartig emporragenden Eingangsfront fügt sich als skulpturaler Körper in das Areal ein. Mit dem vorgelagerten Museumsbahnsteig bildet er eine Figur, deren Dynamik den Schwung der umgebenden Gleisanlagen nachzeichnet. Beton, Stahl und Klinker nehmen das Echo der alten Eisenbahngebäude und des von Schwerindustrie geprägten Ruhrgebiets auf und schreiben es in einer zeitgenössischen Architektur fort. Der monolithisch wirkende Turm dient als Foyer und Landmarke mit Signalfunktion zugleich. Er eröffnet den Blick in den schmalen, langgestreckten Museumsraum, der erste Ausstellungsstücke präsentiert und sich durch ein großes Fenster auf die Gleise öffnet. Roher Sichtbeton verleiht dem Innenraum industriellen Charakter, die sichtbar verlegte Technik betont dabei den linearen Raumfluss. Als Reminiszenz an das Holz alter Bahnschwellen sind alle eingebauten Möbel in Eichenholz gefertigt.