Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Straßenansicht
Innenhof
Foyer
Grundriss

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

StandortBerlin-Mitte
VerfahrenEingeladener Wettbewerb, 3. Preis

Mit seiner differenzierten Gebäudefigur bildet der Erweiterungsbau für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowohl die stadträumlichen Bezüge als auch die komplexen funktionalen Zusammenhänge ab. Städtebaulich konzentriert sich der Entwurf auf die Stärkung der solitären Wirkung des Abgeordnetenhauses sowie auf der Bildung attraktiver Straßen- und Platzräume. In Richtung Abgeordnetenhaus bildet der Neubau eine ruhige Platzwand aus. Eine transparente Brückenverbindung schließt ihn an das Bestandsgebäude des BMU an. Der ins Volumen geschnittene Dachgarten und vier begrünte Lichthöfe rhythmisieren den Baukörper. Eine feingliedrige, zweischalige Fassadenstruktur fasst die entstehende, differenzierte Baufigur zu einem skulpturalen Körper zusammen. Die äußere, durch ein feines Netz aus Metallprofilen getragene Glasebene sorgt für Offenheit und Transparenz des Gebäudes. Als „harte Schale“ legt sie sich schützend vor die innere, „weiche“ Schale, eine massive Eichenholzkonstruktion. In Analogie zur traditionell japanischen Holzbauweise entsteht ein modulares System, das als unverkleidete Konstruktion zum Leitmotiv der Innenraum-Gestaltung wird. Treppenhäuser und Aufzugskerne setzen Kontraste als rohe Sichtbetonkonstruktionen.